OpenClaw vs. Claude – Wenn KI-Tools plötzlich gegen dich arbeiten
Warum günstige Modelle nerven und Claude die Reißleine zieht.
08.04.2026 9 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge der KI Kantine geht es um die Frustration mit aktuellen KI-Tools: OpenClaw entwickelt sich durch Updates zunehmend unberechenbar, während günstige Modelle oft nicht die gewünschte Leistung liefern. Gleichzeitig sorgt eine wichtige Entscheidung von Anthropic für Aufsehen: Die Nutzung von Claude Opus über Flatrate-Modelle in externen Tools wird eingeschränkt – mit drastischen Kostenfolgen für Power-User.
Buschi reflektiert, warum sich viele Entwickler aktuell zwischen Experimentierfreude und Frust bewegen, welche Probleme durch ständig wechselnde Technologien entstehen und warum Unternehmen zunehmend zögern. Gleichzeitig zeigt sich aber auch: Gute Ideen wie asynchrone Agenten werden schnell von den großen Anbietern übernommen – diesmal direkt in Claude integriert.
Eine Folge über Tool-Chaos, Kostenexplosionen und die Frage, ob sich in der KI-Welt überhaupt noch stabile Grundlagen bilden.
Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.
Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.
Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst.
Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.
Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst.
📬 Fragen, Feedback oder eigene KI-Erlebnisse? Schreib mir an podcast@ki-kantine.de
Alle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/
Alle Folgen & mehr: https://ki-kantine.letscast.fm/
Transkript
(Transkribiert von TurboScribe. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Mahlzeit!
Mahlzeit!
Sag mal, hast du eigentlich mittlerweile mal OpenClaw
benutzt?
Ja, aber irgendwie macht er nicht so, was
ich will.
Ja, also das geht mir ganz genauso.
Das treibt mich sogar mittlerweile echt in den
Wahnsinn.
Jedes Mal, wenn du ein Update machst bei
OpenClaw, musst du damit rechnen, dass nichts mehr
geht oder alles irgendwie ganz sonderbar ist.
Also ich hatte ein paar Skripte, die habe
ich am Tag mehrfach ausgeführt.
Und es hat immer geklappt.
Und dann gab es ein Update.
Und auf einmal heißt es, das kann ich
nicht ausführen, da brauche ich erst eine Ausführungsgenehmigung.
Ja, das sind natürlich Sicherheitsfeatures, die wollen jetzt
halt mit den Großen mitspielen.
Aber mir geht das tierisch auf den Nerv,
weil eigentlich war es ja dieses Anarchiege, ich
erlaube hier alles.
Und ich will nicht dauernd gefragt werden, soll
ich das machen, darf ich das machen?
Oh, das könnte gefährlich sein.
Das will ich verdammt nochmal selbst entscheiden.
Und jetzt kommt ja der Witz.
Dann sagst du, wie erteile ich denn diese
Ausführungsgenehmigung?
Also im Chat.
Und dann beschreibt er dir, was du machen
sollst.
Und dann folge ich diesem und dann gibt
es diesen Menüpunkt gar nicht.
Und dann sage ich, Entschuldigung, lieber OpenClaw, das,
was du mir beschreibst, stimmt nicht.
Es gibt diesen Menüpunkt nicht.
Und dann kommt als Antwort, doch, den gibt
es.
Und dann merke ich, dass ich Puls kriege.
Ich bekomme also jetzt mehrfach am Tag eine
Nachricht, in der steht, ich kann dir keine
Nachrichten schicken, weil ich keine Ausführungsgenehmigung bekomme.
Und ich weiß nicht, wo ich das einstellen
soll.
Ich habe auch echt keine Lust, mich da
jetzt durch tausend Dinge durchzuwerkeln, denn eigentlich ist
es ja der große Vorteil von OpenClaw, dass
ich das mit dem sprachlich lösen kann.
Ich meine sowieso, wenn du dir diese zwei
Skripte, die ich da habe, anschaust, denkst du
auch, das haben zwei verschiedene Leute gemacht.
Denn das eine ist in Shell-Skript programmiert
und das andere ist in Python.
Beides habe ich noch nie programmiert.
Beides hat er selbst entschieden, so zu machen.
Aber diese im selben Verzeichnis, diese Differenz in
der gesamten Technik macht mich schon wahnsinnig.
Aber klar, ich bin auch selber schuld, denn
ich suche immer das günstigste Modell, das trotzdem
was leisten kann, raus.
Ich mache das ja über Open Router und
dort schaue ich halt dann immer nach.
Die App OpenClaw, was hat denn da am
meisten Usage?
Welches Modell hat das meisten Usage?
Und dann findest du halt irgendwelche Kimi 2
.5 oder irgendwelche Quen-Geschichten und die benutze
ich dann auch.
Die sind halt meistens free, aber wenn es
dann eben nicht mehr free ist und ich
hatte einen, der war so toll, das war
irgendwie Hunter Alpha oder sowas hieß das.
Und das war so ein versteckter Test von
einem richtig guten Modell, das halt in der
Lernphase kostenlos war.
Und als das nicht mehr da war, ging
nichts mehr.
Und das nervt einen und ich habe auch
wirklich mittlerweile keine Lust mehr.
Aber klar, jeder sagt ja, du musst OpenClaw
mit den besten Modellen betreiben.
Und die besten Modelle kosten halt schon Geld.
Und deshalb haben es die meisten, die das
ganz intensiv genutzt haben, über ihren Max Plan
mit Claude probiert.
Und die haben dann immer Claude Opus eingestellt
und der konnte alles und der war hervorragend.
Und jetzt musst du dir überlegen, das kostet
200 Dollar im Monat, glaube ich.
Also bei Anthropic.
Und dann hast du quasi eine Flat Rate.
Also du kannst schon wirklich viel damit machen.
Aber natürlich geht diese Flat Rate ja zu
Kosten von Claude.
Und die Leute bei Claude haben irgendwann mal
gesagt, so Moment mal, das ist ja nicht
mehr unser Tool.
Das ist ja ein externes Tool.
Jetzt ist Schluss.
Das darf nicht mehr benutzt werden auf diese
Art und Weise.
Ihr könnt gerne weiterhin über die API zugreifen
und nach den Tokens dann halt bezahlen.
Ein von mir geschätzter YouTuber, das ist der
Mike von Creator Magic, der hat mal ausgerechnet,
was das Beenden dieser Flat, dieses Max Plans
für ihn finanziell bedeutet.
Und er kam darauf, dass er jetzt 1200
Dollar im Monat zahlen muss und nicht nur
200.
Der und viele andere sind halt jetzt echt
unglücklich, weil im Vergleich zu Opus halt fast
alles nicht mal ansatzweise so potent ist.
Aha.
Aber grundsätzlich habe ich wenig Lust, bei OpenClaw
so tief einzudringen, dass ich das alles so
hervorragend vorbereiten kann.
Es gibt ja so 1000 MD-Files für
die Skills.
Dann gibt es Soul, dann gibt es Memory,
dann gibt es Agent.
Ich habe echt keinen Nerv, das alles auszufüllen
und zu pflegen.
Und dann bekommst du halt Garbage in, Garbage
out, wie man so schön sagt.
Nun muss man sich mittlerweile mal im Klaren
sein, dass diese Innovationszyklen so kurz sind.
Wenn du früher mal dich mit, was weiß
ich, mit PHP beschäftigt hast oder mit Laravel
als Framework dazu, dann wusstest du, das kann
ich jetzt die nächsten Jahre als Fundament gut
nehmen und darauf aufbauen.
Jetzt ist doch alle zwei Monate was wieder
komplett anderes.
Zeitlang war MCP das Nonplusultra, dann waren die
Skills.
Und deshalb kann ich auch gut verstehen, wenn
so kleinere und mittelständische Unternehmen sagen, also wir
bleiben jetzt erst noch mal auf der Seitenlinie
stehen und schauen uns erst mal an, was
sich jetzt hier wirklich durchsetzt.
Die Frage ist, setzt sich überhaupt irgendwas durch
oder wird es nach ein paar Monaten wieder
durch was anderes ersetzt und du wartest bis
zum Ende.
Das ist natürlich auch nicht die Lösung.
Und dass OpenClaw das gut gemacht hat mit
dem ganzen Ansatz, denn es war ja ein
neuer Ansatz.
Und für mich war das Beste an diesem
OpenClaw ja, dass ich von außen auf ein
immer präsentes Agentensystem zugreifen konnte.
Ich konnte ja über meinen WhatsApp-Kanal oder
über ein Signal-Kanal oder über Telegram, konnte
ich Aufgaben erteilen und diese Aufgaben hat er
dann im Hintergrund gerödelt und irgendwann war es
fertig und dann hat er sich zurückgemeldet.
Ich konnte also hier was starten, da konnte
ich weggehen und von auswärts drauf gucken, hat
er es schon gemacht.
Und das war das, fande ich persönlich, das
war das große Innovative.
Und siehe da, es gibt jetzt Cloud Remote
Control und es gibt, also es ist bei
Cloud Code und bei Cloud Cowork, also diese
Desktop-Anwendung, gibt es Cloud Dispatch.
Das ist genau dasselbe in grün, das sind
asynchrone Missionen, die man am Terminal beauftragt und
irgendwo von unterwegs dann weiterhin betreuen kann.
Das ist aber jetzt dann halt im Cloud
-System und nicht fremdgenutzt über OpenClaw.
Da sehen wir, das war gut, das war
innovativ und da wollen sie alle schon drauf
springen.
Da kannst du dir auch sicher sein, dass
sie dir dein Max-Account nicht kaputt machen
oder deine, diese hohe Opus-Intelligenz nicht unbezahlbar
wird.
Ich persönlich spiele aber trotzdem weiter gerne mit
verschiedenen LLMs mit der Hoffnung, da mal einen
richtig starken zu finden, der dann zum Beispiel
auch free bleibt.
Das ist ja, also es gibt jetzt ja
Gamma 4, das ist von Google das neueste
free Modell, sogar Apache 2 Lizenz.
Das zwingt aber leider meinen Mac Mini mehr
in die Knie, als ich das erwartet habe,
wenn ich es lokal laufen lasse.
Und im Moment nutze ich Quen 3.6
Coder.
Der fühlt sich schon nicht so weit weg
an von Opus.
Zumindest bei den Dingen, und das ist jetzt
nicht so High-End, was ich da gerade
mit mache.
Das hat was mit Aktienhandel zu tun.
Da fühlt es sich eigentlich noch ganz potent
an und es gibt eine sehr nette Quota
für den Tag.
Also meine Quota an Pommes ist heute auch
noch nicht aufgebaut.
Können wir jetzt in Limo essen?
Das ist die KI-Kantine.
Wir sitzen in der KI-Kantine.
Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael
Busch, der auch beim nächsten Mal wieder ein
frisches KI-Gericht auftischt mit einer Prise Pommes
und einer Beilage Skepsis.
Wir sitzen in der KI-Kantine.
Hier ist die KI-Kantine.