Von SEO zu GEO: Warum du jetzt für Maschinen schreiben solltest
Die KI verändert die Suche – wer gefunden werden will, muss umdenken
20.08.2025 6 min
Zusammenfassung & Show Notes
Früher haben wir für Menschen geschrieben und gehofft, dass Google das versteht. Heute schreiben wir für Maschinen, damit sie es den Menschen erklären.
In dieser Folge erzählt Buschi in der KI-Kantine, warum klassisches SEO allein im KI-Zeitalter an Bedeutung verliert – und was Generative Engine Optimization (GEO) für Onlinehändler, Content-Verantwortliche und Entwickler bedeutet.
Es geht um saubere Produktdaten, semantische Struktur, neue Anforderungen durch KI-gestützte Suchfunktionen und die Erkenntnis: Wer in Zukunft sichtbar sein will, muss von LLMs wie ChatGPT & Co. „verstanden“ werden – nicht nur von Google.
Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael Busch – Entwickler, Unternehmer und neugieriger Kantinenphilosoph.
Hier geht’s regelmäßig zur Mittagspause um Künstliche Intelligenz im echten Entwickleralltag – verständlich, praxisnah und mit einer Prise Skepsis.
Neue Folgen erscheinen regelmäßig – meistens genau dann, wenn du dir eh gerade ein Tablett schnappst.
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Transkript
(Transkribiert von TurboScribe.ai. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Mahlzeit.
Mahlzeit.
Sag mal, hast du schon mal was von
GEO oder AIO gehört?
Nö.
Um ja hätte ich dir auch noch gesagt,
dass ich das Heft viele Jahre abonniert habe.
Aber in Wirklichkeit steht GEO für Generative Engine
Optimization.
Und das AIO steht für Answer Engine Optimization.
Das ist also sozusagen SEO, nur für künstliche
Intelligenz.
Wobei diese beiden Abkürzungen, diese beiden Begriffe, die
gehen schon echt fließend ineinander über.
Aha.
Früher, da haben wir ja Webseiten für Google
optimiert.
Keywords hast du reingeballert, hast dich darum gekümmert,
dass es schnelle Ladezeiten gibt, musst du mobilfreundlich
sein.
Und du hast ein bisschen Struktur in den
Text gepackt.
H1, H2.
Das hat früher auch funktioniert.
Aber jetzt haben die Leute angefangen, ihre Fragen
nicht mehr an Google zu schicken, sondern direkt
in Chats GPT, Gemini oder Perplexity zu stellen.
Da hast du recht.
Das Problem dabei ist, dass diese KIs ihre
Antworten ja direkt anzeigen.
Und du musst gar nicht mehr auf die
Webseite gehen und auch nicht mehr irgendwo draufklicken.
Und wenn du nicht bei diesen Antworten dabei
bist, dann kannst du das tollste Google Ranking
haben, aber trotzdem schaut keiner mehr auf deine
Webseite.
Und selbst bei diesen Google AI Overviews, die
man jetzt da häufig über seinen Suchergebnissen hat,
da ist es häufig so, dass die Zitate
gar nicht unter den Top 100 Suchtreffern zu
finden sind.
Und es ist auch so, dass die Nutzer
bei der KI-Suche wesentlich mehr Worte benutzen
als beim Googlen.
Das sind oft mehr als acht Worte.
Und wenn ich jetzt mich da betrachte, wenn
ich was google, schreibe ich echt weniger Worte
hin.
Interessant.
Das heißt ja dann für die Online-Händler,
die müssen nicht nur Google überzeugen, sondern eben
jetzt auch die KI.
Und die will eben keine bunten Marketingfloskeln, sondern
sauber strukturierte Daten.
Ich habe letzte Woche ein Webinar von Digital
Bash besucht zu diesem Thema.
Und die haben ein ganz nettes Beispiel gebracht.
Stell dir vor, du willst Regale verkaufen.
Und in SEO-Zeiten hast du geschrieben, unser
Regal ist vielseitig einsetzbar.
Ist stabil und in vielen Farben erhältlich.
Für Geo reicht das aber nicht.
Die KI will für seine semantische Suche auch
wissen, was für Material, Maße, was für Farben.
Und das zwar schön sauber, strukturiert und getrennt.
Also zum Beispiel Metallregal, 90 x 180 cm,
grau, schwarz und weiß.
Denn genau das versteht die LLM.
Weil sie ja auch mit solchen Daten trainiert
wurde.
Also mit strukturierten Daten.
Und damit kann die Vergleiche anstellen, Empfehlungen aussprechen
oder halt in ein Chat es als Antwort
zitieren.
Und je sauberer diese Daten sind, umso eher
bist du halt auch mit in der Verlosung.
Wenn einer fragt, welches Regal passt denn in
eine Garage mit zwei Metern Höhe?
Aha, man kann ja heute schon sehen, dass
Google, Perplexity und sogar Chat GPT Shoppingfunktionen einbauen.
Und die wollen dann direkt auf diese Daten
zugreifen.
Da ist nichts mehr mit, irgendwie findet Google
das schon.
Kurz gesagt, findet man ja vieles schon auch
in einem klassischen SEO.
Das hat man auch schon so gemacht.
Und Struktur und Informationsdichte hat noch nie geschadet.
Und das ist schon mal die halbe Miete.
Aber mit Geo und AEO sind eben diese
Attribute, die Tags nennen wir es mal, die
sind halt noch viel wichtiger.
Strukturierte Produktinfos, klare Begriffe, gute Übersetzungen und auch
solche Verknüpfungen zwischen Produkten, die irgendwie zusammengehören.
Aber so technische Daten im Fließtext mag die
LNN nicht so.
Die wollen schöne Tabellen haben, wie wir ja
in der Regel auch selber.
Und wenn du deine Seite ein bisschen schöner
gemacht hast als Shopbetreiber, dann ist ein guter
Trick zu sagen, bei deiner KI ruft mal
diesen Link zu einer Produktdetailseite auf und mach
mir mal eine Zusammenfassung von dieser Seite.
Und dann wirst du schnell sehen, ob er
irgendwas gar nicht beachtet oder wo er die
Hauptpriorität drauf liegt.
Und da muss man dann nacharbeiten.
Und das ist Arbeit.
Aber je früher du damit anfängst, umso besser.
Aha.
Weißt du, was wirklich das Lustige ist?
Früher haben wir für Menschen geschrieben und gehofft,
dass Google das versteht.
Jetzt schreiben wir für Maschinen, damit sie das
den Menschen erklären können.
Das ist ja schon sehr interessant.
Aber dir ist schon klar, dass ich keinen
Online-Shop begreife.
Können wir jetzt in Limo essen?
Die KI-Kantine ist ein Projekt von Michael
Busch, der auch beim nächsten Mal wieder ein
frisches KI-Gericht auftischt mit einer Prise Ponz
und einer Beilage Skepsis.
KI-Kantine